Standesamt Informationen

Standesämter akzeptieren Urkunden ausschließlich im Original, Kopien werden nicht anerkannt. 
Fremdsprachige Urkunden werden nur nur in internationaler Form anerkannt. Einige Standesämter akzeptieren fremdsprachige Urkunden auch mit einer Übersetzung (eines beeidigten Übersetzers). In besonderen Fällen können weitere Unterlagen erforderlich sein. Weitere Informationen erhalten Sie im zuständigen Standesamt oder auch auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Welche Personenstandsurkunden gibt es?

Folgende Urkunden können wir für Sie beim zuständigen Standesamt anfordern:

  • Geburtsurkunden
  • Eheurkunden
  • Sterbeurkunden
Aktenschrank mit Geburtsurkunden

Wer kann die Urkunden beantragen?

Personenstandsurkunden sind auf Antrag den Personen zu erteilen, auf die sich der Registereintrag bezieht, sowie deren Ehegatten, Lebenspartnern, Vorfahren und Abkömmlingen. Andere Personen haben ein Recht auf Erteilung von Personenstandsurkunden, wenn sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen; beim Geburtenregister oder Sterberegister reicht die Glaubhaftmachung eines berechtigten Interesses aus, wenn der Antrag von einem Geschwister des Kindes oder des Verstorbenen gestellt wird. Antragsbefugt sind über 16 Jahre alte Personen. 

In besonderen Fällen (Adoption, Vornamensänderung nach dem Transsexuellengesetz) sowie bei evtl. Sperrvermerken ist der Personenkreis, der die Ausstellung von Personenstandsurkunden verlangen kann, eingeschränkt. 

Ein rechtliches Interesse, das gegenüber dem Standesbeamten glaubhaft gemacht werden muss, liegt vor, wenn die Urkunde zur Verfolgung eigener Rechtsinteressen, z. B. für die Dokumentation eines Erbscheinantrages, benötigt wird. Dagegen wird nach laufender Rechtsprechung etwa für Zwecke der Familienforschung nur ein berechtigtes Interesse anerkannt.

Wie können Urkunden angefordert werden?

– Persönliche Vorsprache beim zuständigen Standesamt 
– Schriftliche Anforderung bem Standesamt 
– Online anfordern durch unseren Service (Zum Onlineformular)

Um größeren Aufwand und Wartezeiten zu vermeiden empfehlen wir Ihnen unseren online Service zu nutzen.

Benötigte Angaben

– Datum des Personenstandsfalles (Geburts-, Heirats-, oder Sterbedatum) 
– Name der Person, auf die sich die Urkunde bezieht 
– Name der Person, die die Urkunde anfordert, sowie das Verwandschaftsverhältnis, bzw. die Begründung für das rechtliche Interesse.

Weitere Informationen erhalten Sie im zuständigen Standesamt

Informationen zur Geburtsurkunde

Welche Geburtsurkunden gibt es?

Sie können hier zwischen drei verschiedenen Geburtsurkunden wählen.

  • Geburtsurkunde
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister
  • Internationale Geburtsurkunde
 

Die Geburtsurkunde enthält:

  • den Namen des Standesamts
  • die laufende Nummer des Geburtseintrags zusammen mit dem Jahr der Geburt
  • alle Vornamen des Kindes
  • der Geburtsname des Kindes
  • das Geschlecht des Kindes
  • das Geburtsdatum des Kindes
  • den Geburtsort des Kindes

      sowie folgende Angaben der „rechtlichen Eltern“:

  • die Vornamen und die Familiennamen
  • die Religion des Kindes und Elternteils, wenn die Eintragung im Register gewünscht war
  • den Ort des ausstellenden Standesamts
  • das Datum der Ausstellung der Geburtsurkunde
  • das Siegel des Standesamtes
  • die Unterschrift des beurkundenden Standesbeamten
  • den Namen des beurkundenden Standesbeamten
 

Die beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister enthält darüber hinaus alle Veränderungen des Personenstandes, wie z.B. Eheschließung, Adoption und Namensänderungen. Sie ist daher aussagekräftiger und wird für die meisten Behördengänge (wie z.B: für die Eheschließung) benötigt.

Falls Sie vorhaben im Ausland eine Heirat vorzunehmen, benötigen Sie eine internationale Geburtsurkunde. Diese enthält eine Übersetzung auf Englisch.

Informationen zum Archiv

Ältere Personenstandsfälle 
Der Aufbewahrungszeitraum für Personenstandsurkunden beläuft sich bei Geburten auf 110 Jahre, Eheschließungen 80 Jahre, Sterbefälle 30 Jahre, gerechnet vom Zeitpunkt des jeweiligen Personenstandsfall. Personenstandsbücher/urkunden darüber hinaus, werden an das Archiv weitergegeben. 

Personenstandsfälle vor 1876 
Erst seit 1876 wird die Beurkundung von Personenstandsfällen von Standesämtern vorgenommen. Bis dahin haben die Kirchen die Registrierung von Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen in deren entsprechenden Büchern aufgenommen.

Es handelt sich hier um ein kostenpflichtiges Angebot eines privaten Dienstleisters. Rückfragen vom Standesamt sind möglich. In einigen Fällen verlangt das zuständige Standesamt einen Identitätsnachweis (z. B. Kopie Personalausweis). Sie erhalten die bestellte/n Urkunde/n immer per Post.